Wie wird eine Eizellspenderin zugelassen?
Eine Eizellspende ist ein verantwortungsvoller Schritt. Deshalb wird jede Bewerberin sorgfältig geprüft, bevor sie als Eizellspenderin bei uns zugelassen werden kann.
Unser Ziel ist es, sowohl die Gesundheit der Spenderin als auch die Sicherheit der Behandlung bestmöglich zu berücksichtigen.
Wer kann Eizellspenderin werden?
Um als Eizellspenderin zugelassen zu werden, muss eine Bewerberin bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
Eine Eizellspenderin:
muss zwischen 18 und 35 Jahre alt sein,
muss allgemein gesund sein,
muss einen BMI unter 30 haben,
darf keine bekannten genetischen oder erblichen Erkrankungen haben,
darf in ihrer unmittelbaren Familie keine schweren oder erblichen Erkrankungen haben (bekannt sein).
Darüber hinaus darf die Spenderin nicht adoptiert sein oder selbst durch eine Spende gezeugt worden sein, da für die medizinische Beurteilung eine möglichst vollständige genetische Familienanamnese notwendig ist.
Ausführliche medizinische und familiäre Anamnese
Ein wichtiger Teil der Zulassung ist die ausführliche Erhebung der persönlichen und familiären Krankengeschichte.
Dabei wird die Bewerberin sowohl zu ihrer eigenen Gesundheit als auch zu Erkrankungen in ihrer Familie befragt. Die Familienanamnese umfasst mehrere Generationen und hilft uns dabei zu beurteilen, ob Hinweise auf mögliche erbliche Erkrankungen bestehen.
Wenn bei einer Erkrankung in der Familie Zweifel bestehen oder unklar ist, ob diese für eine Eizellspende relevant sein könnte, besprechen wir den konkreten Fall immer mit einem Genetiker.
Erst nach dieser genetischen Beurteilung wird entschieden, ob die Bewerberin als Eizellspenderin zugelassen werden kann oder ausgeschlossen werden muss.
Medizinische Untersuchung
Vor der Zulassung wird jede Eizellspenderin medizinisch untersucht.
Dabei wird beurteilt, ob aus medizinischer Sicht Voraussetzungen bestehen, die gegen eine Eizellspende oder die dafür notwendige hormonelle Stimulation sprechen könnten.
Erst nach einer sorgfältigen medizinischen Beurteilung kann die Bewerberin für eine Spende zugelassen werden.
Untersuchung auf Infektionskrankheiten
Alle Eizellspenderinnen werden auf relevante Infektionskrankheiten untersucht:
HIV
Hepatitis B
Hepatitis C
Syphilis
Chlamydien
Gonorrhö
Die Untersuchungen dienen sowohl dem Schutz der Empfängerin als auch der Sicherheit der Behandlung.
Genetisches Screening unserer Eizellspenderinnen
Alle unsere Eizellspenderinnen werden vor ihrer Zulassung genetisch untersucht.
Das Screening umfasst unter anderem:
Mukoviszidose (Cystische Fibrose)
Spinale Muskelatrophie (SMA)
eine Chromosomenanalyse
sowie ein Screening auf 30 X-chromosomal vererbte genetische Erkrankungen
Zusammen mit der ausführlichen Familienanamnese hilft uns dieses Screening dabei, bekannte genetische Risiken so weit wie möglich zu erkennen und bei der Auswahl einer Spenderin zu berücksichtigen.
Wenn sich aus der Familiengeschichte oder den Untersuchungsergebnissen Fragen ergeben, wird der Fall zusätzlich genetisch beurteilt, bevor eine Spenderin endgültig zugelassen wird.
GeneMatch – bei jeder Eizellspendenbehandlung
Im Zusammenhang mit einer Eizellspendenbehandlung führen wir immer ein GeneMatch durch.
Jeder Mensch trägt genetische Varianten in sich, die für ihn selbst in der Regel keine gesundheitliche Bedeutung haben.
Bei rezessiv vererbbaren Erkrankungen kann jedoch ein Risiko für ein gemeinsames Kind entstehen, wenn sowohl die Eizellspenderin als auch der genetische Vater beziehungsweise Samenspender eine krankheitsverursachende Variante im selben Gen tragen.
Trägt nur eine der beiden genetischen Personen eine solche Variante, führt dies in der Regel nicht zu der entsprechenden rezessiven Erkrankung beim Kind.
Beim GeneMatch vergleichen wir deshalb die genetischen Ergebnisse der Eizellspenderin mit denen des genetischen Vaters beziehungsweise des ausgewählten Samenspenders von Diers Selected.
So können wir vermeiden, eine Eizellspenderin und einen genetischen Vater beziehungsweise Samenspender miteinander zu kombinieren, wenn beide Träger einer relevanten Variante im selben Gen sind.
Persönliches Kennenlernen
Wir kennen unsere Eizellspenderinnen persönlich.
Im Rahmen des Auswahlprozesses geht es deshalb nicht nur um medizinische Untersuchungsergebnisse.
Wir sprechen mit den Bewerberinnen auch ausführlich über ihre Motivation zur Spende und darüber, was eine Eizellspende für sie selbst, die Empfängerin und das zukünftige Kind bedeutet.
Uns ist wichtig, dass die Entscheidung zur Spende bewusst und gut informiert getroffen wird.
Erst nach abgeschlossener Prüfung wird eine Spenderin freigegeben
Eine Bewerberin wird erst dann als Eizellspenderin zugelassen, wenn die erforderlichen medizinischen Untersuchungen, Bluttests, genetischen Untersuchungen und Beurteilungen abgeschlossen sind und keine Gründe gegen eine Spende sprechen.
Erst danach kann sie in unsere Datenbank aufgenommen und für eine Eizellspende ausgewählt werden.
Wann die Eizellspenderin das erste Mal spendet, kann sie selbst entscheiden. Laut dänischem Gesetz darf eine Eizellspenderin maximal 6 Mal spenden.
Kann durch das Screening jede Erkrankung ausgeschlossen werden?
Nein.
Auch eine sehr gründliche medizinische und genetische Untersuchung kann nicht ausschließen, dass eine Person eine bisher unbekannte Erkrankung oder genetische Veränderung trägt oder später im Leben eine Erkrankung entwickelt.
Das Screening und das GeneMatch reduzieren bekannte genetische Risiken, können jedoch keine Garantie für die Gesundheit eines zukünftigen Kindes geben.
Diese Einschränkung gilt grundsätzlich für jede Form der medizinischen und genetischen Untersuchung.
Haben Sie Fragen?
Falls Sie Fragen zur Zulassung unserer Eizellspenderinnen oder sonstiges haben, kontaktieren Sie uns gerne.
Wir stehen jederzeit bereit, um Ihre Fragen zu beantworten.